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Forschung

Forschungsschwerpunkte

Die wissenschaftlichen Schwerpunkte unserer Arbeitsgruppe sind in der immunologischen Transplantations- und Tumorforschung sowie in der Lungen-Emphysemforschung angesiedelt. In diesen Bereichen werden experimentelle und klinische Studien durchgeführt.

In unserer experimentellen Arbeit spielt das Mausmodell der orthotopen Lungentransplantation eine zentrale Rolle, auf dessen Basis die Interaktion mit Fremdantigenen, sei es Tumor, Allergie oder Transplantation erforscht werden können. Hier werden beispielsweise neue therapeutische Wirkmechanismen und Behandlungsstrategien gegen Transplantat-assoziierte Komplikationen wie dem Ischämie/Reperfusions-Schaden, der akuten sowie der chronische Transplantat-Abstoßung entwickelt. In Kooperation mit der Universität Antwerpen sowie der Perelman University in Pennsylvania konnten wir beispielsweise zeigen, dass durch Inhibition des Moleküls CD26 das Transplantatüberleben relevant verbessert und durch Hemmung der Co-stimulation eine erhöhte Akzeptanz des Organs erreicht wurde. Klinisch angewandte Studien widmen sich der Frage der Früherkennung des Transplantatschadens mittels Evaluation ausgesuchter Zytokin-Muster sowie der frühe Detektion der chronischen Abstoßung durch komplexe MRI-Bildgebung.

Innerhalb der Tumorforschung beschäftigen wir uns mit der Entstehung und Therapie primärer und sekundärer Lungentumore. Unserer Untersuchungen konzentrieren sich hier auf Mechanismen der Tumorreduktion durch Hemmung des Moleküls CD26, und wir konnten in verschiedenen Mausmodellen zeigen, dass sowohl pulmonale Metastasen als auch primäre Lungenkarzinome signifikant in Größe und Wachstum reduziert werden konnten. Unsere Untersuchungen zeigen eindrucksvoll, dass das Molekül CD26 beim Menschen im Bronchialkarzinom überexprimiert ist und somit ein Behandlungsziel bildet. Diese Daten sollen nun in einer Phase I-Studie am Menschen evaluiert werden.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Forschung betrifft das Tissue Engineering. Sowohl in Klein- als auch im Grosstiermodell erforschen wir hier neuartige Materialien und Mechanismen zum effektiven Tracheaersatz, wie z. B. durch Einsatz des resorbierbaren Materials PLGA.